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Hinweise zur artgerechten Haltung von Shelties

 

Einleitung

Aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf, dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen ist, und aus der Änderung des § 90 des BGB in den § 90a, dass Tiere keine Sachen sind, haben diese Hinweise zu den Haltungsbedingungen die Aufgabe, vor allen anderen geltenden Vorschriften den Schutz des Shelties zu sicheren. Hunde, hier Shelties, sind keine leblosen Gegenstände, sondern Wesen, die Zuneigung, Aufmerksamkeit und sorgfältiger Pflege bedürfen.

 

Der Sheltie-Halter

 Vor dem Erwerb eines Shelties hat sich der künftige Sheltie-Halter über die Anforderungen, Konsequenzen und gesetzlichen Bestimmungen informiert, die im Zusammenhang mit der Hundehaltung von  Bedeutung sind. Er hat sich über die Besonderheiten der Hunderasse Shetland Sheepdog, die Entstehungsgeschichte, die Planzucht, Ursprungsrassen, das Erscheinungsbild, die Größe, die Wesenseigenschaften und die Besonderheiten von Rüde und Hündin informiert und  entscheidet sich bewusst für einen Sheltierüden / eine Sheltiehündin.

 Durch die in der Regel bestehenden Wartezeiten hat der zukünftige Sheltie-Besitzer die Möglichkeit sich optimal auf die Übernahme des Welpen vorzubereiten. Dazu gehören unter Anderem: 

  1. Beseitigung von Gefahrenquellen wie z.Bsp.
  • Stromkabel, Stromquellen,
  • Haushalts- und Reinigungsmittel
  • Medikamente
  • giftige Pflanzen und Lebensmittel
  • giftige Flüssigkeiten (dazu zählen auch mit Gel gefüllte Kühl- oder Wärmekissen)
  • Plastiktüten
  • offene Treppen / Balkone  => Absturzgefahr 

Gefahrenquellen sollten weggeschlossen oder zumindest unzugänglich gemacht werden. Stromkabel müssen gesichert werden. 

  1. Anschaffung von Zubehör
  • Welpenfutter (vom Züchter bekommt man für die ersten Tagen das gewohnte Futter mit)
  • Leckerlies - bitte auch hier auf die Inhaltsstoffe achten
  • stabile, gut zu reinigende Näpfe für Wasser und Futter
  • Halsband und Leine
  • Spielzeug (ohne Quietschi)
  • Bürste, Entfilzungsharke, Kamm, Flohkamm, Zeckenzange, Fellschere
  • Körbchen / Hundedecke (bitte darauf achten dass das Körbchen/die Decke bei 60 Grad gewaschen werden kann)
  • Transportbox / Sicherheitsgurt für das Auto
  • Küchenrollen, Toilettenpapier für das kleinen und großen Unfälle während des Sauberwerdens
  • Hundekottüten für die Beseitigung der Hinterlassenschaften während der Sparziergänge 
  1. Machen Sie sich Gedanken
  • wo sein Schlaf-, Liege-, Ruheplatz sein soll
  • wo sein Futterplatz ist
  • wie sie die Fütterungszeiten gestalten
  • wer den Sheltie betreut wenn sie z.Bsp. krank sind 
  1. Denken sie daran ihren Sheltie
  • bei der Stadt-/Gemeindeverwaltung anzumelden
  • eine Haftpflichtversicherung abzuschließen
  • bei Tasso / dem deutschen Haustierregister anzumelden (ihr Shelite ist zwar gechippt aber in der Regel nicht angemeldet. Bitte vergessen sie die An-/Ummeldung nicht damit ihr Sheltie, falls er mal wegläuft, wieder zurückgebracht werden kann).

 

Unterbringung

Der Sheltie ist als Familienhund auf die direkte menschliche Zuwendung angewiesen. Als Hütehund ist züchterisch auf den Eigenschaft selektiert worden sich am dem Menschen orientieren. Der Sheltie braucht unbedingt seinen Menschen an dem er sich orientieren kann, der ihm Sicherheit und Stabilität vermittelt. Aus diesem Grund verbieten sich sowohl Zwinger-, Garten-, Hof- und Anbindehaltung. 

Der Sheltie lebt mitten in seiner Familie im Haus, in der Wohnung, meistens im gesamten Wohnbereich. Sein Platz ist in unmittelbarer Nähe seiner Menschen, so dass er jederzeit Kontakt aufnehmen und halten kann. Man gewährt ihm aber einen Platz, wohin er sich bei Bedarf zurückziehen kann - und ungestört bleibt – alle Familienmitglieder, auch die Kinder respektieren diesen Platz.

 

Menschliche Zuwendung

Allen Shelties, Welpen, Junghunden, wie auch erwachsenen Tieren müssen mindestens täglich fünf Stunden menschliche Gesellschaft, Kontakt, Ansprache und Zuwendung geboten werden. 

Tägliches Alleinsein darf, wo nötig, in der Regel vier Stunden nicht überschreiten - der Welpe, Junghund wird in diesem Fall langsam mit steigenden Zeiträumen darauf vorbereitet. 

Die Zeit des Zusammenseins mit dem Sheltie berücksichtigt dem Alter gemäß seine Bedürfnisse (Zuwendung, Spiel, Körperkontakt, Ansprache). In den Urlaub sollte der Sheltie, wenn eben möglich, mitgenommen werden, zumal dann besonders viel Zeit zu Zuwendung gegeben ist. 

Ist dies nicht einzurichten, empfiehlt es sich, den Sheltie möglichst bei ihm bekannten Menschen unterzubringen. Jede gut gewählte Privat-Unterkunft ist einer Hunde-Pension vorzuziehen. Fragen sie ihren Züchter, denn manche Züchter bieten eine Urlaubsbetreuung an. 

 

Ernährung – Futter - Wasser

Angemessene Ernährung bedeutet, dass sich jeder Sheltie-Halter über den besonderen Nährstoffbedarf seines Hundes informiert und den Bedürfnissen angepasste Nahrung verabreicht. 

Die Nahrung sollte - richtig zusammengesetzt - möglichst abwechslungsreich sein. Dabei richten sich die Zusammensetzung, Anzahl der Mahlzeiten nach dem Alter des Shelties. Der Welpe hat andere Bedürfnisse als der erwachsene Hund - und dieser andere als der ältere Hund. 

Stets muss frisches, sauberes Wasser zur Verfügung stehen. Es ist für Hunde besonders wichtig, dass sie immer ausreichende Mengen an frischem und sauberem Wasser zur Verfügung haben. Ohne ausreichende Mengen von Wasser können die Zellen ihre Funktionen nicht mehr wahrnehmen. Sie sind nicht mehr in der Lage, Nährstoffe zu transportieren und Abfallprodukte zu beseitigen. Hunde können irreparable Organschäden davontragen, wenn ihnen das nötige Wasser fehlt. Lassen sie den Sheltie kein Wasser aus Pfützen oder sonstigen stehenden Gewässern trinken, da es verunreinigt sein könnte. 

Sowohl bei der Futterzubereitung wie auch bei der Aufbewahrung des Futters und beim Wasser ist  auf größtmögliche Hygiene zu achten.

 

Pflege - Gesunderhaltung

Schon im eigenen Interesse muss jedem Sheltie-Halter die Pflege und Gesunderhaltung seines Shelties  von großer Bedeutung sein. 

Das lange Haar des Shelties bedarf besonderer Beachtung, intensive Pflege ist zu Zeiten des Haarwechsels und an den Stellen, wo leicht Verfilzungen auftreten, angesagt. Entsprechende Hinweise sind der Fachliteratur und den Veröffentlichungen über Sheltie-Pflege zu entnehmen.

Zur Gesunderhaltung des Shelties gehören:

  • die Einhaltung der Intervalle für die Wiederholungsimpfungen SHPPLT (gegebenenfalls Zwingerhusten, Borreliose)
  • die regelmäßige Entwurmung
  • die Kontrolle der Haut und des Kotes auf Ungezieferbefall (Endo- und Ektoparasiten)
  • die Kontrolle des Gebisses auf Erkrankungen und Zahnsteinbefall
  • die Kontrolle und Korrektur der Krallenlänge
  • die Kontrolle der Sauberkeit der Ohren, des Felles, des Afters

 Entsprechende Hinweise erhalten sie von ihrem Tierarzt/ihrer Tierärtzin und aus entsprechender Fachliteratur  zum Sheltie.

 

Scheren

In erster Linie muss bedacht werden, dass es verschiedene Hundefelltypen gibt. Während das Scheren für bestimmte Rassen noch kein gravierendes Problem darstellt, kann man bei Rassen wie bei unserem Sheltie mit Deck- und Unterhaar großen Schaden anrichten.

Das Scheren ist mittlerweile die Hauptursache für Haarausfall und Fellschädigungen. Bei einer dieser Schädigung, auch „Clipper Alopezie“ genannt überziehen unzählige haarlose Flecken oder vereinzelte Deckhaarbüschel das noch übrig gebliebene Fell. Verursacht wird dies durch Sonnenbrand bei denen kleinste Blutgefäße, die die Hautschichten durchziehen, beschädigt werden und somit die Versorgung der Haarwurzeln in den oberen Hautschichten des Hundes nicht mehr leisten können. Eine Folge ist, dass das Fell nur noch stellenweise oder gar nicht mehr nachwächst und der Sheltie nicht nur sein rassetypisches Aussehen, sondern auch seinen natürlichen Schutz im Winter sowie im Sommer verliert. 

Wie kann ich meinem Hund den Sommer sonst erträglicher machen?

Mit dem natürlichen Fellwechsel hat die Natur zum Frühjahr und zum Spätherbst bereits für die wichtigste und effektivste Maßnahme gesorgt. Durch Auflockern und Ausdünnen der Unterwolle zum Frühjahr, wird der Fellwechsel unterstützt  und dem Sheltie etwas Abhilfe geschafft.

Außerdem sollten dem Sheltie reichlich frisches Wasser (jedoch nicht zu kalt) zur Verfügung gestellt werden. Schattige Plätze im Haus und Garten, keine Spaziergänge in der brühenden Mittagssonne und Hundepools zum Abkühlen sind außerdem gute Tipps für heiße Tage - So kann der Sommer kommen und ihr Sheltie hat Freude daran, trotz seines langen Fells.

 

Bewegung

In den ersten Monaten sind mehrere Sequenzen (Faustregel: der Welpe braucht soviel Minuten Auslauf, wie er Wochen alt ist)  am sinnvollsten. Nicht die Gesamtdauer ist das Wichtigste, sondern wie viel am Stück belastet wird. Der Auslauf sollte langsam gesteigert werden, beginnend mit zehn Minuten am Stück, dafür ca. sechs bis acht Mal täglich. 

Erst ab einem Alter von sechs Monaten sollte pro Tag mindestens ein größerer Spaziergang  gewährleistet sein und der Sheltie mindestens dreimal am Tage ins Freie geführt werden, um sich an geeigneter, hygienisch unbedenklichen oder dafür vorgesehenen Plätzen lösen zu können. 

Der Hund ist ein Lauftier - das Bewegungsbedürfnis des Shelties muss mit mindestens zwei Stunden freiem Auslauf befriedigt werden - das kann während des Spazierganges oder in großen Freiausläufen (Garten) geschehen. 

Begleitung beim Jogging und Laufen am Fahrrad, Springen über Hindernisse, Springen aus oder in das Auto dürfen erst mit abgeschlossener Skelettentwicklung im Alter von zwölf Monaten an vom Sheltie verlangt werden. Er muss dann langsam dahin trainiert werden, in kleinen Schritten und Einheiten!

 

Kontakt zu Artgenossen

Da der Sheltie-Welpe meistens im Alter von ca. neun bis zehn Wochen zu seinem neuen Besitzer kommt, bedeutet das eine Trennung von Geschwistern und Mutter. 

Bei Einzelhaltung kann er in seiner Familie keine weiteren typischen Verhaltensweisen zu Artgenossen erlernen und einüben. Für die Wesensentwicklung im Hinblick auf ein einwandfreies Sozialverhalten anderen Hunden gegenüber ist es unverzichtbar, den Welpen mit möglichst vielen Hunde, verschiedener Rassen Kontakt aufzunehmen zu lassen, besonders bis zur 16. Woche - da später ein Einüben solcher Verhaltensweisen kaum noch erfolgt. Es empfiehlt sich, an Welpenspielstunden geeigneter Hundeplätze teilzunehmen. 

Gleichaltrige Hunde - aber auch erwachsene, wesensfeste, ältere Hunde sind für diese Kontakte angebracht. 

 

Der kranke Sheltie

Der Sheltie-Halter stellt jede Veränderung im psychischen und physischen -Verhalten seines Hundes fest. Im Zweifels-/Krankheitsfalle ist das Hinzuziehen fachlicher Hilfe durch eine(n) Tierarzt/Tierärztin selbstverständlich.

Schnelle, ärztliche Hilfe kann lebensrettend sein und erspart dem still, leidenden Tier Schmerzen. 

Bitte verabreichen sie die ärztlich verordneten Medikamente gemäß Verordnung des Tierarztes/der Tierärztin  verabreicht, damit möglichst bald Besserung und Genesung eintreten. 

Im Falle von schmerzhaften, unheilbaren Erkrankungen besprechen sie bitte mit ihrem behandelnden Tierarzt / ihrer behandelnden Tierärztin ob ein Weiterleben ihrem Sheltie unzumutbare Qualen verursachen würde. Entscheiden sie gemeinsam, ob eine schmerzlose Euthanasie angezeigt ist. Wer seinen Sheltie liebt, lässt ihn nicht leiden! 

 

Kastration  -  ja oder nein?

Eine Kastration bedeutet, dass auch die Keimdrüsen herausgenommen werden, bei der Hündin also nicht nur die Gebärmutter, sondern auch die Eierstöcke. Nach dem Eingriff fehlen dann die Geschlechtshormone mit weitreichenden Folgen.  

Gesetzliche Grundlagen

Nach § 6 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes in der geltenden Fassung vom 25. Mai 1998 (BGBl I, S. 1105) ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres verboten. Jedoch gilt das Verbot nicht, wenn der Eingriff im Einzelfall nach tierärztlicher Indikation geboten ist (§ 6 Abs. 1 Nr. 1a). Der Tierarzt muss im Einzelfall prüfen, ob eine Erkrankung oder ein  Leiden vorliegt, welche eine Kastration rechtfertigt.  

Bequemlichkeit ist kein Argument für eine Kastration. 

Ihr Sheltie braucht nicht nur für seine körperliche, sondern auch für seine persönliche Entwicklung seine  Hormone, denn sie sind für die körperliche und psychische Reifung notwendig. Sie kommunizieren in einem großen Regelkreis im Körper untereinander. Werden Geschlechtshormone entfernt, so kommt dieses empfindliche Gefüge durcheinander. 

Nebenwirkungen einer Kastration sind unter Anderem Entzündungen des Harntraktes und der Scheide,  Inkontinenz, das befürchtete Harnträufeln, Gewichtszunahme, Veränderung des Felles, Verhaltensveränderungen. 

Fazit => niemals ohne medizinische Indikation/Not operieren – vor dem Eingriff eine zweite Meinung einholen -  sich umfangreich über die Folgen der Kastration bei ihrem Züchter  informieren.   

 

Der Sheltie, der abgegeben werden muss

Bitte kontaktieren Sie zuerst Ihren Züchter wenn sie ihren Sheltie aus familiären,  gesundheitlichen oder anderen Gründen abgegeben wollen oder abgeben müssen. Informieren Sie auch den  Zuchtverband  (SSCD e.V.  - Shelties in Not -  www.sscd-ev.de/tierschutz ). Gemeinsam werden wir ein neues gutes Zuhause finden.  Bitte geben Sie Ihren Sheltie nicht  in ein Tierheim!

 

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Verlieren sie nie den Kontakt zu ihrem Züchter. Er steht ihnen in allen Fragen und Problemen rund um ihren Sheltie jederzeit zur Verfügung.

 

Beachten Sie dass es gibt keinen - Welpenschutz – gibt. Die Mutterhündin, verteidigt und beschützt ihre Welpen mit ihrem eigenen Leben. Nachdem der Welpe bei Ihnen eingezogen ist sind Sie sein einziger Schutz. Er vertraut ihnen. Er ist auf sie angewiesen. Lassen sie ihn nicht im Stich.

 

 

 

 

  

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